REGENWASSER VERSICKERN
Die Ressource Wasser wird ein immer kostbareres Gut. Die Verteilung der Niederschläge ist in Zeiten der klimatischen Veränderungen zunehmend unregelmäßig: extrem nassen Phasen stehen langdauernde Trockenperioden gegenüber. Umso notwendiger ist es, mit dem verfügbaren Wasser vernünftig zu haushalten.
Regenwassersammelanlagen sind dazu das geeignete Mittel – ob zur Gartenbewässerung oder als kostenloses Brauchwasser für die häusliche Nutzung.
Auch Regenwasserversickerungsanlagen - in Form offener Mulden und Teiche oder unterirdisch in Form von Rigolen - halten das Niederschlagswasser vor Ort zurück und beugen damit der Hochwassergefahr vor.
Die Kosteneinsparung gegenüber der Einleitung in die öffentliche Kanalisation kann bei größeren Flächen langfristig betrachtet beträchtlich sein.
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Wir planen und dimensionieren für Sie Regenwasser-Versickerungsanlagen entsprechend den Regelwerken der DWA-A138 und der DWA-M153. Weiterhin erwirken wir für Sie die "Wasserbehördliche Erlaubnis" der Unteren Wasserbehörden zum Bau und Betrieb der Versickerungsanlagen.
Für die Versickerung der Niederschläge werden folgende Verfahren in der Praxis angewandt:
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Durchlässig befestigte Flächen,
z. B. Schotterrasen, wassergebundene Wegedecken, versickerungsfähiges Ökosteinpflaster. In der Regel ist hierzu keine Genehmigung erforderlich. -
Direktes Versickern über eine begrünte Mulde,
zu hundert Prozent als Rasen/Wiese oder z. B. mit Schilf und anderen geeigneten Gräsern oder Stauden bepflanzt. Die zulässige Tiefe von ungesicherten Mulden liegt bei maximal 30 cm. Der Einsatz bei sandig-durchlässigen Böden mit einer hohen Wasserdurchlässigkeit (kf-Werte von 10-4 bis 10-5 m/s) ist technisch und wirtschaftlich vertretbar. In der Regel ist keine Genehmigung erforderlich. -
Einleiten des Regenwasser in Rigolen.
Rigolen sind Stauräume für die Regenwasserspeicherung. Die traditionelle Ausführung ist die Kiesrigole, hier wird der Stauraum einer Kiespackung genutzt (Kies der Körnung 16-63 mm) das nutzbare Speichervolumen beträgt ca. 30% des gesamten Kiesvolumens. In neuerer Zeit werden jedoch verstärkt Hohlkörperrigolen aus Kunststoffkästen eingebaut: ihre Vorteile sind das viel größere Speichervolumen (ca. 90%) des Gesamtvolumens und das sehr viel geringere Einbaugewicht. Der Einbau der Hohlkörperrigolen kann daher ohne großen Maschineneinsatz erfolgen. -
Rohrrigolen - eine Variante der Kiesrigole.
Hierbei wird das Dränagerohr in die Kiespackung integriert, um somit eine gleichmäßigere Versickerung und ein höheres Stauvolumen zu erreichen. -
Versickerung über einen Schacht
aus Betonringen mit einer Kies- und Sandschicht. Dieses Verfahren wird häufig bei beengten Platzverhältnissen und bei tiefer liegendem Grundwasserspiegel eingesetzt.
Die Verfahren 3 - 5 erfordern in der Regel die wasserbehördliche Erlaubnis der unteren kommunalen Wasserbehörde. Diesen Systemen sind immer Filter vorzuschalten, da das Regenwasser nicht über die Oberbodenzone vorgereinigt werden kann. Die Bestimmungen für die wasserbehördliche Genehmigung sind kommunal unterschiedlich, orientieren sich aber alle an den Vorgaben der DWA-A 138 und der DWA-M 153.
